IR-Thermografie – Hotspot-Erkennung ohne Demontage
Die Infrarot-Thermografie (Wärmebildmessung) ist ein zerstörungsfreies Prüfverfahren, das thermische Anomalien an elektrischen Komponenten sichtbar macht, ohne diese zu berühren oder zu demontieren. Bei der BESS-Abnahme gehört die IR-Thermografie zum Standardprüfumfang.
Anwendung bei BESS-Abnahmen
- Klemmverbindungen: Erkennung von Übergangswiderständen durch erhöhte Temperatur
- Sammelschienen und Kabeleinführungen: Thermische Anomalien als Hinweis auf fehlerhafte Verbindungen
- Sicherungen und Schutzeinrichtungen: Überlastung oder fehlerhafte Dimensionierung
- Kühlelemente: Ungleichmäßige Temperaturverteilung als Hinweis auf Kühlungsprobleme
- Alle zugänglichen Batteriemodule: Temperaturverteilung als Indikator für Zellungleichgewicht
Grenzen der Methode bei gekapselten Systemen
Vollständig gekapselte Batteriecontainer schränken die Anwendbarkeit der IR-Thermografie ein. Messbar sind nur zugängliche Bereiche: Türen, Lüftungsöffnungen und zugängliche Kabeleinführungen. Interne Komponenten sind nur bei geöffnetem Container messbar.
Weiterführende Informationen und Gutachtenanfragen
Für Gutachtenanfragen und weiterführende Informationen wenden Sie sich direkt an Solartechnik Bayern – Christian Bieber, BDSF-zertifizierter Sachverständiger für Batteriespeichersysteme.